Nassdampf und Entspannungsdampf
Der Unterschied zwischen Nassdampf und Entspannungsdampf
Nassdampf: Die diffuse Reflektion von Licht an den feinsten Wassertropfen des Wasserdampfes in der Luft bildet ein weiße Wolke. Mit anderen Worten, bei Nassdampf handelt es sich um in der Luft befindliches Wasser in flüssiger Form.
Dampf: Unter Dampf versteht man ein farbloses durchsichtiges Gas, gebildet durch den Übergang von Wasser vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatszustand durch die Zuführung latenter Wärme.
Das Gleichsetzen von Dampf und Nassdampf stellt im Alltag kein Problem dar. Für Dampf verwendende Industriezweige jedoch ist es sehr wichtig, zwischen beiden Begriffen zu unterscheiden
Von Kondensatableitern freigesetzter Dampf
Warum wird Dampf von Kondensatableitern freigesetzt? Wenn das Kondensat einen höheren Wärmeinhalt als gesättigtes Wasser unter Atmosphärendruck besitzt, wird ein Teil dieses Kondensats beim Freisetzen in die Atmosphäre direkt zu Entspannungsdampf umgesetzt.
Dieser aus dem Kondensat gebildete Dampf (der Entspannungsdampf) kondensiert augenblicklich in der Luft und bildet feine Wassertröpfchen, die auf das Auge des Betrachters als vom Kondensatableiter freigesetzter Dampf wirken. Obwohl sich die Menge in Abhängigkeit der Austrittstemperatur verändert, erzeugen sich in Betrieb befindliche Kondensatableiter immer etwas Entspannungsdampf in Form von Nassdampf.
In Ordnung, aber warum gibt es manchmal soviel Nassdampf?
Wenn große Mengen Nassdampfes am Austritt sichtbar sind, wird manchmal fälschlicherweise angenommen, der Grund sei eine Fehlfunktion des Kondensatableiters oder ein Dampfleck. Wie viel Entspannungsdampf in Form von Nassdampf wird tatsächlich freigesetzt?
Ein Beispiel: Wenn ein Kondensatableiter 10 kg/h Kondensat mit einem Druck von 10 bar Ü in die Atmosphäre ableitet, beträgt die Menge des entstehenden Entspannungsdampfes grob 1,6 kg/h. Das Volumen umfasst etwa 2,7 m³ (Dies ist größer als das Fassungsvermögen zweier großer Badewannen.).Wenn Entspannungsdampf diffundiert, wird er zu Nassdampf. Dies kann verständlicherweise zu der falschen Annahme führen, dass eine große Menge Dampf freigesetzt wird. Man sollte jedoch im Kopf behalten, dass es sich um Entspannungsdampf handelt und nicht um ein Dampfleck.
Abfluss aus Freischwimmer - Kondensatableitern in Dampfhauptleitungen
Was oft wie ein Dampfleck aussieht, auch bei normal funktionierenden Kondensatableitern, ist in Wahrheit Entspannungsdampf. Der Zustand des Abflusses von Kondensat und Entspannungsdampf schwankt mit der Durchflussrate des Kondensats.
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